Mein Pfad der Kriegerin des Lichts...

23-May-2018

 

21 Monate später, das erste Mal wieder in den eigenen vier Wänden und im eigenen Bett schlafen. Unbeschreiblich. 

 

 

Im Juli 2016 kündigte ich meine Wohnung und zog in mein 28 Jahre altes Wohnmobil. Einige Monate zuvor war ich noch Chefin einer Verwaltung mit ca. 30 Menschen, doch der Sinn war mir abhanden gekommen und damit auch Stück für Stück meine Inspiration, Kraft und schließlich Gesundheit. Aus der Sorge um meinen damaligen Gesundheitszustand heraus, entschloss ich zu handeln, um in mir so ein starkes „Wofür“ zu finden, das es mir nie wieder abhanden kommt.

 

Ich hatte mir das alles schön romantisch vorgestellt. Ich fahre mit Musik aus den 70ern die Autobahn Richtung Süden, halte an Seen und Gebirgen. Morgens schaue ich auf atemberaubende Sonnenaufgänge. Freiheit pur. Den Kaffee genieße ich mitten in der unberührten Natur. Mein Buch schreibe ich in ca. 6 Monaten, es wird ein Bestseller und ich toure um die Welt. So ungefähr. 

 

 

21 Monate später laufe ich durch meine Wohnung und denke dabei: Meins. Ganz alleine. Abschließbar und so. Hier kommt niemand rein. Sogar mit Dusche, WC und es gibt warmes Wasser. Und Strom. Wann ich will und so viel ich will. Und eine Heizung die Nachts nicht ausgeht. Unglaublich. Ich laufe hin und her, korrigiere, stell noch mal um, freue mich wie ein kleines Kind über jeden Gegenstand den ich eingelagert hatte, schmeiß mich auf mein sehr vermisstes Bett und in mir ein: „Halleluja. Danke!“ Was für ein Reichtum und Luxus! 

 

 

Als das meiste in meiner Wohnung seinen Platz gefunden hatte, lag ich glückselig auf meinem Bett und sah meine  Kriegerin des Lichts an. 21 Monate war sie überall mit dabei, meine Begleiterin und Lehrerin. Sie hat mich daran erinnert, dass es nicht darauf ankommt was ich erreiche, sondern wie ich den Weg erlebe. (Bronze-Skulptur „Kriegerin des Lichts“ (handgefertigt, made in Germany, von: Sandra Carina Auffarth: www.sandracarinaauffarth.com).

In den dunkelsten Stunden, wenn ich schon kurz davor war aufzugeben, weil ich das Leben einfach nicht verstand, hat sie mich den Pfad der Kriegerin gelehrt. Auf diesem Pfad fand ich mein tiefstes „Wofür“. Ein Wofür, das nicht zerstört werden kann. Ich fand es am tiefsten Grund meiner Seele.

 


Mir war, als wenn sie immer wieder leise zu mir sprach: 

 

„Johanna, der Weg einer Kriegerin zeigt sich in dir selbst, es ist der Ausdruck deiner inneren Einstellung. Deine Würde, die du jetzt beginnst zu fühlen, durstet nach Sichtbarkeit und offenbart deine Gaben. Sie ist das scharfe und kompromisslose Schwert, mit dem du die Grenzen deiner Gedankenwelt zerschmetterst, eine Welt der Angepasstheit, des Gefallens und des Erfüllens. Befreit von diesem Spinnennetz an Glaubensmustern, steigt deine Würde, in der Ruhe und Stille, auf dem Podest deines Lebens empor. Hier mag es holprig werden, weil du wagst deinen Kopf aus der Herde zu erheben. Deswegen bist du eine Kriegerin. Gib jetzt nicht auf. 

 

Mit deinem Schwert öffnest du das Tor der sanften inneren Revolution, in der du die Kraft und Liebe fühlst, um die volle Verantwortung für dein Leben zu übernehmen.

 

Wirst du jetzt würdevoll in deiner gesamten Unvollkommenheit stehen bleiben? Wirst du mit deinem Schwert der Würdeklar deine Grenzen setzen? Wirst du die Erfahrungen deines Leben, als Spiegel deiner Seele annehmen? Wirst du erhaben durch deinen Schmerz gehen, bis die letzte Träne geflossen ist? Wirst du jetzt deinen ganz persönlichen Pfad der Kriegerin beschreiten? 

 

Eine Kriegerin lässt los, wenn die Zeit gekommen ist, weil sie weiß, dass nichts Wirkliches bedroht werden kann. Sie stirbt, um zu leben. 

 

Ihr „Wofür“ ist unendlich größer, als ihre jetzige Erfahrung. Indem sie ihrer Essenz Ausdruck verleiht, dehnt sie sich in der Welt aus, vereint sich mit anderen. Gemeinsam werden sie zu einem fließenden Strom, der im Ozean der Heilung und puren Liebe mündet. 

 

Dafür lebt sie. Dafür stirbt sie. 

 

Erinnerst du dich?

 

Zum Podcast: 

 

 

 

Share on Facebook
Share on Twitter
Please reload

Please reload

Aktuelle Einträge

Frieden gibt es selbstgemacht

December 30, 2017

1/3
Please reload

Empfohlene Einträge
Please reload

Schlagwörter